Willst Du dazu singen? [ ] ja, [ ] nein, [ ] vielleicht

Die Frage, oder vielmehr die Fragen, zu denen ich mir gerade so Gedanken mache und auf die ich in diesem Blog-Eintrag eingehen will: „Brauchen wir Gesang?“, „Können wir Gesang?“, „Wollen wir Gesang?“.

Brauchen wir Gesang?

Die ersten 5 Lieder sind fertig. Wir haben sie rein instrumental geschrieben, ohne dabei an Gesang zu denken. Trotzdem sind unsere Songs nach Pop-Strukturen mit Teilen wie Strophe, Chorus, Break, und Etwas, dass ich „Rock-Part“ nenne, aufgebaut. Würde man das erkennen, wenn man die Lieder (zum ersten Mal) hört? Merkt man „ah, das ist der Chorus!“ oder sogar noch besser „ah, jetzt kommt gleich der Chorus!“?

Man gab uns Feedback, dass die Lieder keinen Gesang brauchen und dass vielleicht auch gar kein Platz mehr dafür wäre.

Wenn man keinen Gesang hat, ist da mehr Raum für die Instrumente. Offenbar haben wir das ganz automatisch auch entsprechend genutzt. Wir wechseln und variieren die Teile meist nach nicht mehr als einer Wiederholung, denn sonst kamen sie mir meist spätestens bei einer zweiten Wiederholung abgenutzt vor.

Können wir Gesang?

Constantin und ich haben uns mit dieser Band vorgenommen, uns auch aus den Komfortzonen unserer bisherigen Banderfahrungen zu wagen. Ich z.B. spiele jetzt ein Instrument, welches ich noch nicht live gespielt habe, in einem experimentellen Setup (dazu mehr in einem späteren Blog-Eintrag). Zumindest aktuell fließt der Großteil meiner Aufmerksamkeit in das Spielen der Gitarre und das Schalten von Effekten. Der Rest geht in „Denk dran, gleich kommt der 2. Chorus aber die erste Viertel im dritten Durchgang ist eine vorgeschobene Pause!“. Natürlich kann man das einfach ganz oft und ganz viel üben. Aber die Frage ist dann: hab ich da Bock drauf?

Und damit kommen wir zur letzten Frage:

Wollen wir Gesang?

Und spätestens hier wird es wohl auch eine Frage des Geschmacks und der Laune.

Im Texten hab ich mich nie besonders wohl gefühlt. Die alten Texte aus meiner ersten Band wirken auf mich heute stets wie „zu viel gewollt“. Klar macht es auch manchmal Spaß zu Texten, aber so intuitiv wie eine Melodie oder einen Rhythmus für die Gitarre zu „schreiben“ ist es für mich bei weitem nicht. Ich find es ehrlich richtig anstrengend manchmal. Es ist ja schon ein teures Hobby, da muss es nicht auch noch anstrengend sein. ?

Es gibt ja auch einige Bands, die ohne Gesang gut auskommen. Es gibt aber auch viele, die ich mir ohne Gesang nicht vorstellen kann. Bleibt also zu klären, wo wir uns da einsortieren wollen. Und wieviel wir dafür investieren wollen. Möglich wäre ja auch, Gesang nur in manchen Liedern einzubauen. Oder gar nur in manchen Teilen…

Ich bin sehr gespannt, wofür wir uns da noch entscheiden werden. 

Meine persönliche Tendenz im Moment:

[30%] Ja, [60%] Nein, [10%] Vielleicht.

Ich hab da auch so’n Plan…

Ich habe gerade die Schlagzeugspuren unsere Aufnahmesession von Mitte August zusammengeschnitten. Mehr Details dazu im nächsten Blog Eintrag.

Weil es schon spät ist hier nur ein kurzes Update über die kommenden Blogeinträge … ich schreibe es nur auf, damit ich selber nen anständigen Plan habe, was ich hier posten will, also:

  1. Der grobe Aufnahmeplan
    (was können wir wie aufnehmen?)
  2. Wie man mit wenig Equipment aufnimmt
    (Plan vs. Realität)
  3. Einspielen der “Schweinespuren”
    (Gitarren mit Klick von Max)
  4. Einspielen der Schlagzeugspuren
    (Schlagzeug von Con auf Schweinespur von Max)
  5. Zusammenschneiden der Schlagzeugspuren
    (Die richtigen Takes sichten, ggfls. bereinigen)
  6. Einspielen der Gitarrenspuren
    (Gitarren von Max auf Schlagzeugspuren von Constantin)
  7. Zusammenschneiden der Gitarrenspuren
    (Die richtigen Takes sichten, ggfls. bereinigen)
  8. Overdubs aufnehmen?
    (Schellenkranz, Gong, Gesang, Samples)
  9. Mixen
    (Lautstärken, Effekte, Panning, etc.)
  10. Mastern
    (Kein Plan, wie das geht – aber es gibt ja YouTube, nech?)

Wenn ich es schaffe, jede Woche einen Eintrag zu schreiben, sollten wir vielleicht am Ende mit der fertigen EP zur gleichen Zeit rauskommen wie diese Artikel? Mitte November 2020? Kein Plan – Ich hoffe wir schaffen es schneller!

Show your work!

So, dann fange ich hier mal an zu schreiben. Fühlt sich ein wenig komisch an, aber -hey- warum nicht? Habe in den letzen Tagen das Buch “Show your work!” von Austin Kleon gelesen. Ich hoffe, dass das Schreiben hier Früchte tragen wird und es (nicht nur mir sonder auch mehr Euch) hilft, wenn wir ein wenig genauer beleuchten, was wir mit dieser kleinen Band namens “Alpaca Staredown” anstellen. Hoffentlich habe ich jede Woche ein wenig Zeit, etwas mit Euch zu teilen. Das können Soundschnipsel sein, Bilder oder Videos. Einfache kurze Geschichten was wir machen und wie.

Ab der nächsten Woche will ich ein wenig zeigen, wie wir bei den Aufnahmen unserer ersten selbstproduzierten EP vorgehen. Wir planen fünf Songs aufzunehmen.

Bis später
Constantin