Session 1: Gitarre & Bass (3h)

Da wir im Live Setup die Gitarre über einen Splitter gleichzeitig in einen Gitarren- und einen Bass-Amp mit vorgeschaltetem Octaver schicken, hatten wir uns bei der Aufnahme dazu entschieden, in Session 1 ebenfalls beide Signale parallel aufzunehmen. So sollte zumindest in der Basis der „Original“-Klang dieses etwas spezielleren Setups erhalten bleiben.

Das ging auch ganz gut: unser SM58 (leider nicht 57, wie sonst empfohlen) vor den Gitarren-Amp, dazu der DI-Out aus dem Bass-Amp. 

Eingespielt habe ich meist Teil für Teil, besonders dann, wenn Effekte gewechselt wurden. So kann man beim Mixen später eventuelle Lautstärken-Unterschiede zwischen Effekten komfortabler korrigieren, da bereits in gesonderter Spur.

Je Teil habe ich 3 bis 4 Takes gespielt, immer bis ich der Meinung war, zwei zu 80-90% gute Takes zu haben. Man bedenke nochmals: wir haben aufgrund persönlicher und äußerer organisatorischer Faktoren je Session nur begrenzte Zeit. Daher hielten wir den Anspruch, solange Takes zu spielen, bis alles zu 100% sitzt, nicht für angemessen bzw. nicht für realistisch. 

Zwischenspiel: Schneiden der Aufnahmen aus der ersten Session (6-7h)

Zwischen den beiden Proben lagen 6 Abende, die ich nutzte, die Spuren aus Session 1 zu schneiden. So konnte ich in der zweiten Session direkt auf „saubere“ Gitarre- und Bass-Spuren spielen. 

Session 2: Zweite & Dritte Spur Gitarre (3h)

Für diese Session stellten wir vor den Gitarren-Amp zusätzlich zum SM58 ein zweites Mikrofon, ein dynamisches Kleinmembran. Der Sound ergab sich als etwas „krisselig“ und höhenlastig. Das schien aber besonders bei Palm Mutes für schicke Betonungen zu sorgen. Mit diesem Setup spielte ich zunächst nur die verzerrten Teile ein. 

Für die cleanen (also nicht verzerrten) Teile ersetzten wir das Kleinmembran-Mikro durch einen Direct-Eingang, welches also vor sämtlichen Effekten und dem Amp abgenommen wird. Hier wollte ich mir die Option offenhalten, den Klang ggf. digital zu modellieren.

Wieder galt: 3-4 Takes je Teil, bis 2 halbwegs saubere dabei sind.

Zwischenspiel: Schneiden der Aufnahmen aus der zweiten Session (6-7h)

Hier fiel uns auf, dass gerade in den Clean Teilen die Kompression der Höhen bei der Basspur nicht stark genug war – man hörte auf der Bassspur auch die höheren Töne zu sehr. Live ist das kein Problem. Aber bei der Aufnahme mit mehreren Spuren kam es besonders bei Einzeltönen zu Unstimmigkeiten mit den zusätzlichen Clean-Gitarren aus Session 2 – eventuell auch zurückzuführen auf die 80%ige Qualität meines Spiels.

Wir beschlossen, eine dritte Session für „Clean Bass“ zu planen.

Session 3 (Bonus Runde): Bass für Clean Teile (1-2h)

Diese Session werden wir direkt bei Constantin zuhause aufnehmen. Ich bringe einen Bass mit, den wir direkt ins Interface stecken werden. So werde ich (voraussichtlich) nur die cleanen Teile neu mit Bass begleiten.

Wenn auch Session 3 nach Plan läuft, werden wir für unsere EP mit 5 Songs rund 22 Stunden für Aufnahme und Schnitt von Gitarre und Bass benötigt haben.

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