Die letzten Wochen fühlten sich wieder ein bisschen an wie Lockdown – statt in den Proberaum zu fahren und bei M&Ms (die gelben) an den Instrumenten zu arbeiten, haben wir uns zuhause eingesperrt und am Mix unserer EP gearbeitet.

Das waren einige recht lange Abende, daher bekomme ich die Erfahrungen und Erkenntnisse, die wir beim Mixen und Mastern sammeln durften, nur noch in Stichpunkten zusammen:

  • Frequenzen abschneiden ist super wichtig!
  • (Mehr) Reverb auf die Gitarren zu legen sorgt dafür, dass die Gitarren “echter” klingen und sich mehr in den Mix einfügen.
  • Die “krisselige” Gitarrenaufnahme des dynamischen Mikrofons haben wir etwas leiser und zentriert unter die beiden anderen Gitarrenspuren gemischt – alleine klingt die Spur richtig fies, aber im Mix sorgt sie besonders bei Palmmutes für einen speziellen Touch.
  • Man kann in etwa 90 Minuten ein 20 Sekunden Intro basteln.
  • Samples via Midi-Trigger unter Bassdrum und Snare zu mischen kann für mehr Definition sorgen – wenn man nicht möchte, dass das nachher zu mechanisch und nach “Computer-Drums aus der Dose” klingt, darf man’s hier nicht übertreiben – so geil die Samples auch klingen mögen, wir haben sie nach und nach herunter gedreht. Mit unseren Aufnahmemöglichkeiten haben wir so aber noch etwas mehr aus dem Sound herausholen können, ohne den Originalsound zu stark zu beeinflussen.
  • Lautstärken zu mischen macht mich wahnsinnig. Ist mir die Gitarre jetzt nur deshalb zu leise, weil ich gerade gern mehr von dem hören würde, was ich da gespielt habe? Sind die Becken an dieser Stelle nur zu laut, weil ich gerade darauf achte? Ist das Lied wirklich lauter als die anderen, oder wirkt das nur wegen den Dramatik und Dynamik in dem Riff so? Was ist “Geschmackssache” und was ist “ja, da muss wirklich was lauter oder leiser gemacht werden”? Fand ich echt schwierig. Durch das Feedback von Freunden haben wir hier aber denke ich letztlich doch einen guten Mix hinbekommen.
  • Gesang würden wir zumindest in diesen 5 Songs nicht unterkriegen.
  • Unsauber einspielen spart Zeit beim Recording, benötigt dann aber viel Zeit beim Schnitt. Da wir auch nur begrenzte Recording-Zeit hatten, konnten wir damit aber gut leben.
  • Über Zoom eine Mixing-Session zu machen kann richtig Spaß machen! Wir danken an dieser Stelle noch einmal Domi für die großartigen Tipps und Tricks!
  • Statt EQs haben wir auf unserer Masterspur “Saturation” genutzt, das hat dem Sound mehr Dynamik gegeben und die Instrumente noch einmal mehr vereint.

Jetzt sind wir eigentlich soweit zu sagen, noch einmal drüber hören, und dann fertig. Was kommt also als nächstes? Zunächst mal noch mehr Stichpunkte!

  • Beta-Titel der Songs überarbeiten
  • Ideen für EP-Cover sammeln und ausarbeiten
  • Namen für EP überlegen
  • Distribution der EP organisieren
  • Werbung machen

Kategorien: Recording